
Gründer
Dr. David Wittenberg
Ehemaliger Produktmanager, KI-Forscher & Dozent für KI
Ich habe selbst gesucht.
Wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens bei der Arbeit. Wir lernen, wie man einen Job findet, kaum aber, wie man herausfindet, welche Arbeit wirklich zur eigenen Persönlichkeit passt.
Das habe ich selbst erlebt. Nach meiner Promotion wechselte ich in einen Job, der auf dem Papier fast alles mitbrachte: gutes Gehalt, ein Produkt, hinter dem ich stand, gute Rahmenbedingungen. Trotzdem spürte ich schon in den ersten Wochen eine Unruhe, die ich mir nicht erklären konnte. Ich dachte: Das wird schon noch. Du musst erst ankommen. Ein Teil des Problems war, dass meine Rolle und Verantwortungsbereiche nicht klar definiert waren. Das größere Problem war, dass ich selbst nicht benennen konnte, was ich eigentlich brauchte. Es hat fast zwei Jahre gedauert, bis ich gegangen bin. Erst mit Abstand und Blick auf viele Stationen meines Lebens wurde mir klar: Meine größte Motivation war nie ein bestimmter Beruf, es war Gestaltungsfreiheit. Ein Muster, das sich durch meine Kindheit, meine kreativen Hobbys, meine Promotion und alle Momente zieht, in denen ich besonders gerne gearbeitet oder energetisiert gelebt habe.
Als ich diese Erkenntnis mit Freunden geteilt habe, wurde mir bewusst: Ich bin damit nicht allein. Vielen meiner Peers geht es ähnlich. Sie spüren, dass etwas fehlt, können aber nicht benennen, was. Viele haben Angst vor Veränderung. Andere sind sich ihrer Bedürfnisse bewusst, wissen aber nicht, welcher Job dazu passt. Im Rückblick lassen sich einige Hürden gut benennen, die mir und vielen anderen begegnet sind:
Erwartungen von außen. Gesellschaftliche, familiäre, kulturelle Erwartungen prägen viele Karrierewege, oft schon früh. Aus meiner Erfahrung an Universität und Hochschule weiß ich, dass der Einfluss von Eltern in jungen Jahren sehr hoch ist und die Studienwahl häufig stark extern beeinflusst wird. Das Ergebnis: viele landen in Jobs, die zu den Erwartungen der Eltern passen, aber teilweise nicht zur Person selbst. Je länger diese Diskrepanz ignoriert wird, desto größer die Hürde sich beruflich umzuorientieren. Auch mein akademischer Weg war früh gezeichnet. Er hat mir viele Möglichkeiten eröffnet, aber ich musste selbst lernen, dass eine Qualifikation nicht bedeutet, sie auch einsetzen zu müssen. Find What You Love hätte ich auch ohne diese Qualifikation, auch ohne Studium, gründen können. Ich mache es trotzdem.
Mut zur Veränderung. Zu sehr möchten wir den unbefristeten Vertrag halten, zu wichtig ist uns das sichere Einkommen. Es braucht Mut zu gehen. Zu viel Angst haben wir vor dem Risiko und davor, eine falsche Entscheidung zu treffen. Was aber, wenn das eigentliche Risiko darin besteht, nicht zu gehen? Wenn ich an meine eigene Zeit zurückdenke, war die Entscheidung zu kündigen alles andere als leicht, auch ich hatte Angst vor dem Ungewissen. Aber ich hatte den Mut meinen Job als Produktmanager zu kündigen und Find What You Love zu gründen. Ein Schritt, der mich viel Kraft gekostet hat, auf den ich aber rückblickend sehr stolz bin.
Unklare Jobrealität. Die Joblage ist angespannt, und klassische Karrierewege verändern sich durch den Einfluss von KI. Trotzdem gibt es paradoxerweise ein Überangebot an Jobtiteln, die eher verwirren als helfen. Nach welchem Stichwort soll ich überhaupt suchen, und wie sieht der Job dann wirklich aus? Der Dschungel an Jobbezeichnungen ist real, lähmt und demotiviert. Relevant ist aus meiner Sicht nicht der Titel oder das Unternehmen, sondern die Tätigkeit selbst, die selten exakt der Jobbeschreibung entspricht.
Vor vielen Jahren hat mich Steve Jobs' Stanford-Rede geprägt. Seine Botschaft: Arbeit mache einen großen Teil unseres Lebens aus, und wirklich zufrieden werde nur derjenige, der liebe, was er tue. Seine Worte haben mich sehr inspiriert und den Namen von Find What You Love geprägt.
Warum habe ich Find What You Love gegründet?
Find What You Love (FWYL) ist eine Konsequenz aus meinen Erfahrungen und meiner Beobachtung: bei der Jobsuche schauen viele zu sehr auf Jobtitel, Gehalt oder Unternehmen, und zu wenig auf die eigenen Bedürfnisse. Dabei beginnt berufliche Orientierung nicht beim Arbeitsmarkt, sondern bei Dir. Genau hier setzt FWYL an.
FWYL hilft Dir dabei Deine individuellen Bedürfnisse, Motivationen und Stärken besser zu verstehen. Über Reflexionsfragen macht FWYL Muster in Deinen Antworten sichtbar, zeigt, was Dich antreibt und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit sich Arbeit richtig anfühlt. Daraus entstehen konkrete berufliche Möglichkeiten: Stellschrauben, die Du im aktuellen Job verändern kannst, aber auch vier alternative berufliche Richtungen, die zu Deinen Stärken, Eigenschaften und Erfahrungen passen.
FWYL ist das Tool, das ich mir selbst vor zwei Jahren gewünscht hätte.
Mein Hintergrund.
Promotion im Bereich Maschinelles Lernen, Master in Management, Produktmanager für die ARD Mediathek und ARD Sounds, Dozent für Künstliche Intelligenz an der Hochschule Mainz. Ein Jahr in Paris studiert, ein Kaffeeunternehmen in Nicaragua mitaufgebaut, Forschungsaufenthalt in Kanada, Einblicke bei Audi Brüssel und BASF Ludwigshafen.
Ende 2025 habe ich meinen sicheren Job gekündigt und mir bewusst Zeit genommen, um Abstand zu gewinnen. Während einer Reise hatte ich endlich Raum, mich intensiv mit meinen eigenen Bedürfnissen auseinanderzusetzen, wozu mir im Job die Kraft gefehlt hatte. Dabei wurde mir eine Sache besonders klar: Ich gestalte unglaublich gerne. Diese Erkenntnis hat mich zur Gründung von FWYL geführt.
Heute verbinde ich meine Erfahrungen aus Wissenschaft, Produktmanagement und meiner eigenen beruflichen Suche, um Dir dabei zu helfen, die berufliche Richtung zu finden, die wirklich zu Dir passt. Probiere FWYL kostenlos aus. Du hast nichts zu verlieren.
Fragen? info@fwyl.de